Vorwort

 Im Jahre 1973 entschieden sich meine Frau und ich für ein eigenes Zuhause. Wir wohnten damals in einem kleinen Dorf nördlich von Hannover. Der sichere Arbeitsplatz bei einem großen Unternehmen war damals ausreichend Grund, sich mit dem Thema Eigenheim zu beschäftigen.

Auf dem benachbarten Bauernhof standen zwei ungenutzte Fachwerkgebäude. Die Durchfahrtsscheune zur Straße hin wurde uns eines Tages zum Ausbau angeboten. Zu dieser Zeit für uns völlig undenkbar, da wir weder bauerfahren noch handwerklich versiert waren, um das Bauprojekt überblicken zu können.

 Erst als der Landwirt uns einen Bekannten vorstellte, der für das Stadtarchiv alte Fachwerkbauten fotografierte und Renovierungsvorschläge ausarbeitete, da nahm das Vorhaben Gestalt an. Der Erhalt der im Jahre 1753 erbauten Fachwerkscheune war Grund genug, dass der Fachwerkexperte seine selbstlose Hilfe anbot. Die Baupläne wurden von ihm kostenlos erstellt. Er wurde unser bester Freund bis zu seinem Ableben im September 2005.

Damals entstand mit fast 100% Eigenleistung ein neuer Hauskörper in einem 220 Jahre alten historischen Gebäude. Außen Altes zu erhalten und innen den aktuellen Bauvorschriften gerecht zu werden, das war kein einfaches Unterfangen. Natürlich hatte das Amt für Denkmalschutz seine eigenen Vorstellungen vom Erhalt von einem denkmalgeschützten Gebäude